Alle sollen bestärkt und ermutigt werden

Am vergangenen Wochenende besuchte der Generalvikar, Harald Heinrich, im Auftrag des Bischofs der Diözese Augsburg, Dr. Konrad Zdarsa, die Pfarrei Christkönig in Penzberg. Der Generalvikar ist in einem Bistum der Stellvertreter des Bischofs und leitet die Verwaltung. Der Besuch begann am Freitag mit einem Abendlob und endete am Sonntagvormittag mit einem Festgottesdienst zum Kirchweihfest. Anschließend fand im Barbara-Saal ein Stehempfang statt. Es bestand für alle Gottesdienstbesucher die Möglichkeit mit dem Generalvikar ins Gespräch zu kommen.

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Generalvikar Harald Heinrich ist im Gespräch mit den Gottesdienstbesuchern.

Die Visitation einer Pfarrei durch den Bischof eines Bistums oder eines Stellvertreters hat schon eine lange Tradition, die im Bistum Augsburg über 1000 Jahre alt ist. Der Besuch des Bischofs ist bis heute eine wichtige Aufgabe, die auf ihn zu kommt. Da geht es zunächst um die Stärkung und Ermutigung des Glaubens. Das bedeutet, dass sich die Christen wieder auf die Grundlagen des katholischen Glaubens besinnen sollen. Das soll dort geschehen, wo sich die Gläubigen täglich aufhalten. Das ist die Familie, bei Kindern und Jugendlichen die Schule und der Arbeitsplatz, bei denen die berufstätig sind.

Zusätzlich geht es um den Einsatz, der Priester und Diakone, der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie auch der vielen Frauen und Männer die ehrenamtlich, z. B. im Pfarrgemeinderat, in der Kirchenverwaltung oder in katholischen Verbänden tätig sind. Zu den Verbänden gehören in der Pfarrei Christkönig die Seniorenarbeit, die Kolpingfamilie, die Katholische Arbeitnehmer Bewegung, die DJK für den Fußball und die Partnergemeinde von Mae Luisa in Brasilien.

Da das Bistum Augsburg aus rund 1.000 Pfarreien und 23 Dekanaten besteht, ist es dem Diözesanbischof, Dr. Konrad Zdarsa, alleine nicht möglich, von 2015 bis 2019, alle zu besuchen, deshalb sendet er Vertreter, die dies in seinem Auftrag vorzunehmen. Im Dekanat Benediktbeuern, zu dem auch Penzberg gehört, war in diesem Jahr Generalvikar Harald Heinrich unterwegs, zuletzt in Bad Heilbrunn. Die Pfarrei Christkönig in Penzberg bildete am vergangenen Wochenende den Abschluss der Besuche im Dekanat.

Bild & Text: Michael Schmatz

 

 

 

 

Jede gute Pflegekraft wird in Deutschland mit dem Taxi abgeholt

Unter dem Motto „Gute Pflege – eine Frage der Einstellung?“ lud der DGB Kreisverband Weilheim-Garmisch den bekannten Sozialarbeiter und Buchautor, Claus Fussek, nach Penzberg ein. Im Mittelpunkt standen die Lebens- und Arbeitsbedingungen in Pflegeheimen. Unter den Besuchern der Veranstaltung waren auch zahlreiche Personen, die in der Pflege arbeiten.

Fussek ist im Münchner ambulanten Beratungs- und Pflegedienst „Vereinigung Integrationsförderung“ tätig. Er kritisiert das derzeitige Pflegesystem. Jeder wird früher oder später mit dem Thema betraut sein. „Es ist niemand in diesen Beruf gegangen“, so Fussek, „um im Akkord zu arbeiten.“ Immer wieder wird berichtet, dass das Geld für die Pflege fehlt. Viele treten in den Medien auf und fordern von den verantwortlichen Politikern, die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, mehr für die Pflege zu tun. Für die Pflege ist zu wenig Geld da. Alle Pflegeheime bekommen den gleichen Pflegesatz. „Es gibt keine Ausreden mehr – menschenwürdige Pflege ist schon jetzt machbar und bezahlbar“, so Fussek.

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Viele wissen Bescheid und unternehmen nichts.

Er berichtete an diesem Abend über negative und positive Beispiele, denn „es geht selbstverständlich auch anders“. Verantwortlich in den Pflegeeinrichtungen sind die Pflegekräfte, aber auch die Ärzte, die dort ihre Patienten betreuen. Alle Probleme in der Pflege sind hausgemacht. Claus Fussek geht seit vielen Jahren mit einem „Forderungskatalog auf Tournee“. Fussek forderte alle Beteiligten auf, z. B. die Angehörigen, Pflegekräfte, Lokalpolitiker und Pfarrer, die diese Einrichtungen ständig nicht ankündigt besuchen, „nicht mehr zu schweigen.“ Besucher sind ein „Frühwarnsystem“. Nur wer als Angehöriger regelmäßig kommt, sieht etwas. „Viele wissen Bescheid und unternehmen aber nichts.“

Bei diesem Infoabend war auch die erste Bürgermeisterin der Stadt Penzberg, Elke Zehetner, anwesend. Sie bat alle, wie bei der Flüchtlingshilfe, als Ehrenamtliche aktiv zu werden und in die Senioreneinrichtungen unserer Stadt zu gehen. Claus Fussek schlug vor, als Lesepaten die Pflegeheime zu besuchen um beispielsweise aus der Zeitung vorzulesen.

Er berichtete von einer Dame, die in München in einem Pflegeheim lebt und 99 Jahre alt ist. Sie ist fast bettlägerig und nur deshalb, weil niemand mit ihr spazieren geht. Das Pflegepersonal will, dass alle Bewohner bereits um 18:00 Uhr ins Bett gehen. Schließlich muss die Station um 18:00 Uhr an die Nachtwache übergeben werden. „Wer will schon um 18:00 Uhr ins Bett gehen? Wieso kann das sein?“, so Fussek. Es ist niemand da, der sich um die Dame kümmert. „In guten Pflegeheimen liegen nur die um 18:00 Uhr im Bett, die krank sind.“ Sind in einem Seniorenheim viele mit einem Rollator unterwegs, ist das gutes Zeichen. Schlechte Einrichtungen erkennt man als Außenstehender daran, wenn das Blumenwasser im Zimmer bereits stinkt. Manchmal ist die Mund- und Zahnpflege „auch ein Fremdwort.“ In solchen Einrichtungen sind die Pflegekräfte bereits ausgebrannt.

Oftmals werden Auszubildende in Pflegeheimen alleine schon für Nachtwachen eingeteilt. Es gibt keine Supervision. Obwohl die Pflegeschule das weiß, wird es geduldet. „Das ist der blanke Wahnsinn“, so Fussek. Die Verantwortung tragen hier die Pflegeschule und die Pflegeeinrichtung. Heimleiter dürfen sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen. In guten Heimen werden Auszubildenden gehegt und gepflegt, wenn sie ihre Ausbildung beendet haben. Bei der Abschlussfeier sind die Chefs da.

Claus Fussek warnte die Besucher, gute Pflegekräfte vor den anderen Kollegen zu loben. „Das führt in vielen Fällen dazu, dass sie im Anschluss gemobbt werden“, so Fussek. In einem positiven Heim braucht man keinen Betriebsrat. In einem guten Pflegeheim gibt es für die Mitarbeiter eine psychologische und seelsorgerische Begleitung. Mittlerweile gibt es in Deutschland einen Pflegenotstand, was die Personalgewinnung betrifft. Claus Fussek: „Eine gute Pflegekraft wird mit dem Taxi abgeholt.“ Sehr oft schicken die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die schlechtesten Mitarbeiter zu den Arbeitgebern. „Wer nicht im Tierpark arbeiten will“, so Fussek, „geht ins Altenheim zum Arbeiten. Das ist überhaupt nicht in Ordnung.“

Fussek appellierte am Ende: „Bürger besucht die Heime in Eurer Stadt.“

Foto & Text: Michael Schmatz

Interreligiöser Schöpfungstag in Penzberg

Bei uns in Penzberg fand heute der dritte interreligiöse Schöpfungstag statt.

Dazu gab es nach den Gottesdiensten um 11:45 Uhr ein interreligiöse Gebet mit den Geistlichen der evangelischen und katholischen Kirche sowie der islamischen Gemeinde.

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Um 12:00 Uhr wurde im Barbara-Saal Gemüse- und Kürbissuppe gereicht.

Danach informierten die Schüler der Penzberger Schulen und der Weltladen über gute Schokolade, fair gehandelte T-Shirts, fair gehandelten Orangensaft und Fußbälle.

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Der interreligiöse Schöpfungstag endete am Nachmittag im Pfarrsaal der evangelischen Kirche in Penzberg mit einer Infoveranstaltung zum Thema „faire Kleidung“ und einer über den Kaffee im islamischen Zentrum.

Bilder & Text: Michael Schmatz

Brandanschlag auf Polizeiautos in Dresden

Wie die Polizei in Dresden heute berichtete, haben Unbekannte am Rande der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit einen Brandanschlag auf Polizeiautos verübt. Drei Autos wurden zerstört. Der Sachschaden liegt bei mehreren zehntausend Euro. Einen 20 Jahre alten Dresdner konnte die Polizei vorläufig festnehmen. Hoffentlich wird es morgen am Tag der Deutschen Einheit in Dresden ruhiger.

Text: Michael Schmatz

Banken und Sparkassen langen bei Kleinverdienern zu

Schamlos bedienen sich die Banken und Sparkassen bei denen die kaum Einnahmen haben. Ich selbst bin Kunde bei der Stadtsparkasse München, obwohl ich schon seit mehr als zehn Jahren in Penzberg wohne.

Wer Kunde bei der Stadtsparkasse München und das „Privatgirokonto Online“ muss seit 15. Juli 2016 bei einem Geld- oder Gehaltseingang ab 1.750 Euro im Monat keine Gebühren bezahlen. Liegen die Einnahmen darunter, werden monatlich 4,95 Euro fällig.

Besonders trifft es die Kunden der Stadtsparkasse München, die kein Online-Konto haben, wie beispielsweise Rentner, die meist nur wenige Einnahmen haben, sie werden mit monatlich 7,95 Euro zur Kasse gebeten.

So finanzieren wir alle, aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die Schulden der Griechen.

Foto & Text: Michael Schmatz

Penzberg: 50 Jahre Bergwerkschließung

Am vergangenen Freitag und Samstag erinnerte die Stadt Penzberg an die Schließung des Bergwerks vor 50 Jahren.

Am 30. September 1966 wurde nach zähem Ringen um den Erhalt das Penzberger Bergwerk geschlossen. Über 170 Jahre waren die Geschicke der Stadt ganz maßgeblich durch den Kohlebergbau bestimmt worden. Doch durch die Entwicklung auf dem internationalen Energiemarkt war die oberbayerische Pechkohle nicht mehr absetzbar. Der moderne, hochtechnisierte Grubenbetrieb musste eingestellt werden.

Ein Höhepunkt war am Freitagabend der Zapfenstreich der Stadt- und Bergknappenkapelle auf dem Stadtplatz.

Autor & Video: Michael Schmatz